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Aktuelle Informationen:

 

  • Am 20. September 2019 beteiligen wir uns am Klimastreik in Berlin: https://www.facebook.com/events/2411343649097978/
  • Bewerbungen für den zukünftigen 1. und 7. Jahrgang 2020/21 könnt ihr uns am dem 1. August 2019 zuschicken.
  • Wir haben aktuell keine freien Plätze für Quereinsteiger*innen.
  • Unser nächster Infonachmittag ist am 8. November 2019, 15-18 Uhr.

Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim (Polen)

Vom 14.12.2015 bis zum 18.12.2015 hatten 17 Schüler*innen der Alternativschule Berlin die Möglichkeit, an einer Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim (Auschwitz) in Polen teilzunehmen. Dort führten wir ein Fotoprojekt im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager durch.

Nach einer 8 stündigen Fahrt kamen wir am Montag an und erkundeten erstmal die Kleinstadt Oświęcim. Am Dienstag ging es dann zur Gedenkstätte Auschwitz I (Stammlager).

Gespannt, interessiert und auch geschockt lauschten wir den Erzählungen unseres Guides. Als wir am Nachmittag wieder in der Jugendbegegnungsstätte waren, brauchten wir alle eine kleine Pause, bevor wir uns über das Gesehene austauschen und uns an die Analyse unserer Snapshots machen konnten. Mittwoch Morgen starten wir unsere 4-stündige Führung durch das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Überwältigt von der Größe des Lagers und sprachlos von dem Ausmaß der Vernichtung fanden die Schüler*innen dennoch Zeit an ihrem Fotoprojekt zu arbeiten. Es sollten bekannte historische Fotos des Vernichtungslagers aus einer heutigen Perspektive fotografiert werden. Anschließend wurden die historischen mit den heutigen Fotos so angebracht, dass eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart entstand. Am Ende der Führung legten wir zusammen einen Gedenkstein mit einem hebräischen Zitat von Primo Levi nieder.

Neben den Besuchen der Gedenkstätten hatten wir das Glück Waclaw Dlugoborski kennenzulernen. Waclaw Dlugoborski war ein polnischer Widerstandskämpfer, der selbst in Auschwitz-Birkenau Häftling war.

Am Donnerstag morgen entschieden sich die Jugendlichen für einen Workshop der Jugendbegegnungsstätte mit dem Titel "Künstlerische Zeugnisse aus Auschwitz". Nun bekamen die Opfer der Shoah ein Gesicht, einen Körper und wurden für die kurze Zeit des Workshops vorstellbar.

Anschließend erforschten wir Kazimierz, das jüdische Viertel Krakaus.

Da wir unbedingt noch die Israelausstellung auf dem Gelände der Gedenkstätte Auschwitz I besuchen wollten, machten wir uns Freitag erneut auf den Weg zum ehemaligen Stammlager. Eine unglaubliche Ausstellung mit einem Buch, welches knapp 10 Meter lang und 1,50 Meter hoch war und die Namen von Zweidrittel der jüdischen Opfer beinhaltete, bildete auch den Schlußpunkt dieser einmaligen Erfahrung.

Für die Schule führten wir dann noch eine eigene Ausstellung durch, damit sich unsere Mitschüler*innen, Eltern und Lehrpersonen auch einen Einblick über dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte machen konnten. Wir möchten uns nochmals bei der Harald-Bob Stiftung und bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste bedanken, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

"Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.
Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben."

(Primo Levi)

 

 

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